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Peter Hoefl

Mr. Sonntag: Vermischtes rund um den Sonntag

Sonntagsausflug, Sonntagskind, Sonntagsrede, Sonntagsbraten. In diesen und anderen Begriffen lebt etwas fort, was ich als den Mythos des siebten Tages der Woche bezeichnen möchte. Obwohl die Welt nicht stehengeblieben ist, stellt der Sonntag immer noch eine Zäsur dar. In meiner eigenen beruflichen Historie war ich häufig mit Fragen der Arbeitszeitgestaltung befasst. Bereits vor vielen Jahren war Sonntagsarbeit ein Thema, an dem sich die Beteiligten rieben. Das Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Beruflichem und Privatem wirft für die Zukunft der Arbeitswelten eine Reihe von Fragen auf. Entgrenzung, Subjektivierung, die Transformation zum Arbeitskraftunternehmer stellen neue Anforderungen an die Gestaltung der individuellen Lebenswirklichkeiten. Traditionelle Elemente wie geregelte Arbeitszeiten, feste Arbeitsplätze, die 5-Tage-Woche lösen sich im Zeitalter der digitalen Transformation in der Virtualität auf. Bestehende Strukturen verschwinden und neue haben sich noch nicht etabliert.

Am Beispiel des Sonntags werden diese Entwicklungen besonders deutlich sichtbar. Dieser Wochentag ist hoch aufgeladen und die Debatte über das Thema der Sonntagsarbeit wird von wichtigen gesellschaftlichen Akteuren geführt wird. Klassische Befürworter liberalisierter Regelungen zur Sonntagsarbeit finden sich auf der Seite von Unternehmen und ihren Verbänden. Dem gegenüber stehen, ebenso klassisch, Gewerkschaft und Kirchen. Damit sind bei weitem noch nicht alle Akteure im Diskurs benannt: Es fehlen die betroffenen Menschen selbst, die Politik, die Verwaltung, die Medien, die Gerichte und selbst diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit, da der Sonntag sehr tief in die Gesellschaft hinein wirkt.

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